Mitgefühl – dein Weg zum Glück

Was kann dich schnell unglücklich machen?

Wenn die Dinge nicht so laufen, wie du willst.
Wenn andere Menschen nicht so funktionieren, wie du es dir vorstellst.
Wenn du nicht das bekommst, was du dir wünschst.
Wenn du dich selbst innerlich fertig machst.

Habe ich etwas vergessen?

Glücklich wird man hingegen, so der Hirnforscher und Mönch Matthieu Ricard, mit Mitgefühl.

Mitgefühl mit sich selbst als erstes – das ist auch etwas, was in der Gestaltarbeit von Fritz Perls geübt wird. (Für alle, die es noch nicht wissen, ich bin Gestalt-Therapeutin)

Und Mitgefühl mit anderen. Dabei geht es nicht um Mitleid! Ich soll nicht mit dem anderen mitleiden, sondern mitfühlen. Ein kleiner, aber entschiedener Unterschied. Mitgefühl hält die innere Distanz, die es mir möglich macht, zu handeln. Mitleid lässt einen selbst mit im Schmerz versinken.

Ich kenne aus der Mediation eine Übung. Ich suche mir am Anfang einen Menschen aus, den ich sehr mag und sende ihm meine Liebe und mein Mitgefühl, indem ich mir vorstelle, eine Wärme strömt von meinem Herzen aus zu ihm hin und ich blicke ihn voller Mitgefühl an. Wenn es am Anfang mit einem Menschen nicht geht, such dir ein Tier aus. Die meisten Menschen haben eine positive Beziehung zu Tieren.

Als Fortgeschrittene suchst du dir dann später auch Menschen aus, mit denen du z.B. einen Konflikt hast oder den du nicht magst. Auch ihn blickst du voller Mitgefühl (in deiner Vorstellung/Meditation) an. Beobachte deine Reaktion.

Diese Übung ist eine spannende Erfahrung. Es erhöht aus einer Erfahrung die soziale Kompetenz und innere Beweglichkeit. Mitgefühl weitet das Herz. Und ein weiters Herz hat wenig Angst, sondern erlebt Glück.

Probier es doch einfach mal aus.

Und wer den Artikel lesen will – hier der Link:
http://www.faz.net/aktuell/wissen/der-guru-von-davos-ist-hirnforscher-und-moench-trainieren-sie-ihr-mitgefuehl-14708547.html

Bild:https://unsplash.com/@jayd