Das Grauen der Weihnacht

„Mir graut schon vor Weihnachten“ – wie oft höre ich gerade von Freunden und Coachees diese Worte.
Ganz besonders nervt die meisten der heilige Abend, wo viele in den Familien zusammenkommen.
Diese Treffen wären doch alle ganz schön – wenn da nicht Tante Emmi oder der Bruder wäre (die Personen könnt ihr durch eigene Beispiele im Geist ersetzen), der den Abend zu einer Katastrophe macht. Was dazu führt, das man innerlich erstarrt oder genervt ist, weil man es kaum aushält.

Wie kommt es zu dieser spürbaren Anstrengung?

Oft prallen die Erwartungen, dass nun z.B. endlich Harmonie in der Familie sein müsse, auf die nicht so friedvolle Realität. Wenn das ganze Jahr kein Frieden war, wieso denn eigentlich heute? Was soll sich durch ein Datum verändern?
An dem Tag werden Rituale aufrecht gehalten, die keinen Inhalt mehr haben – und so alle ermüden. Der Ablauf soll so sein, wie damals bei den Eltern zuhause – nur passt das eigentlich nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen.
Bei manchen gelingt der Abend allein nicht, weil sie von der Arbeit zu erschöpft sind und eigentlich ihre Ruhe bräuchten, dies aber nicht sagen.

Die Form zu wahren kann ganz schön anstrengend sein!

Und daher möchte ich euch heute einen Tipp geben:

Überlegt euch, was euch am meisten an dem Abend stört und überlegt, was ihr verändern könnt. Wo habt ihr Einfluss? Wie könnt ihr ihn nutzen?

Hier ein kleines Beispiel dazu: Eine Klientin fuhr immer zu den Eltern, was ihr eigentlich auch gefiel. Nur der Weihnachtstag war so anstrengend für sie, weil sie, während der wegen der vielen Arbeit genervte Vater kochte, die ganze Zeit nur dasitzen sollte, um zu erzählen und zuzuhören. So lag viel Spannung in der Luft und keiner schien zufrieden zu sein. Sie kam auf die Idee, ihre Eltern zu fragen, ob die nicht Lust hätten, am Abend schön essen zu gehen. Und sie fasste den Mut, sie deswegen anzusprechen. Das verblüffende für sie war, dass die Eltern ganz erleichtert reagierten, den Abend anders gestalten zu können. Sie dachten, sie müssten dem Kind zuliebe (das schon sehr erwachsen war) das aufwendige Traditionsgericht zubereiten. Später erzählte meine Klientin, dass es für alle ein wundervoller und entspannter Abend mit anregenden Gesprächen geworden war.

Das ist die Magie bei Systemen – wenn ein Teil sich verändert, verändern sich die anderen gleich, fast zwangsläufig, mit.

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